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281

08.02.2012, 11:19

Wie aus kenger Staatskris eng Staatsaffaire gouf 2008 / 2012

@ anarore

Ech wor deemools och Student ;)

Wann ech allerdings eng Fro dierft stellen wier et folgend :

Wie ass den Explosiv aus den lëtzebuerger Volen bei d'Terroristen (CCC) op Bréissel komm ?


mä di Fro dierf jo net gestallt ginn ;)


Hei nach 2 Leedartikelen aus de Gaasperecher Wisen vum selwechten Auteur

Zitat Luxemburger Wort

februar 2008

LEITARTIKEL

Eine Frage der Ehre

Pierre Reuland fühlt sich ungerecht behandelt und in seiner Ehre verletzt. Zwei Wochen nach seiner Absetzung meldet sich der Ex-Polizeigeneraldirektor zu Wort: in einer offiziellen Stellungnahme und in einem Interview mit unserer Zeitung. Reuland spart nicht mit Kritik an der Vorgehensweise der Staatsanwaltschaft. Ausgerechnet ihm werde Fehlverhalten im Fall „Bommeleeer" vorgeworfen. Dabei sei er es gewesen, der als Polizeichef auf Verwaltungsebene alles unternommen habe, um die Ermittlungen voranzubringen. So argumentiert Reuland und erinnert zudem an seine Zeugenaussagen vor dem Untersuchungsrichter. Mit seinen Angaben habe er versucht, zur Lösung des Falls beizutragen. Mit den Anschlägen selbst habe er allerdings rein gar nichts zu tun. Dont acte!
Dass es eine direkte Verstrickung Reulands in die Affäre geben könnte, hatte übrigens auch Staatsanwalt Robert Biever ausgeschlossen. Dennoch, der Polizeichef wurde quasi auf Empfehlung Bievers von der Regierung abgesetzt. Nach der Verhaftung von zwei ehemaligen Gendarmen war das erneut ein harter Schlag für den Polizeiapparat. Nach außen hin erhärtete sich damit jedenfalls der Verdacht, dass die Attentäter vor 20 Jahren aus dem Inneren des Sicherheitsapparats heraus zu Werke gingen.
Wirklich neu ist das alles nicht: Die Gruppe, die Land und Leute Mitte der 80er in Atem hielt, verfügte über Insiderwissen. Ob alle Täter allerdings Insider waren, oder nur von solchen mit Informationen gefüttert wurden, werden die Ermittlungen ergeben. Hoffentlich! Denn es gibt eigentlich kein Zurück mehr. Vor allem nicht für den Staatsanwalt, der bei der Relance des Dossiers „Bommeleeer" auf ein auffallend hohes Maß an Transparenz setzte. Er setzte sich und die zuständige Untersuchungsrichtern mächtig unter Druck Es geht schlichtweg um die Glaubwürdigkeit der Justiz, die hierzulande selten zuvor so im Rampenlicht gestanden hat.
Wer Glaubwürdigkeit der Justiz sagt, darf natürlich das gesamte rechtsstaatliche Gefüge nicht aus den Augen verlieren. Versagt die Justiz, wirft das ein schlechtes Licht auf sämtliche Institutionen, denen eine massive Vertrauenskrise droht. Eine solche zu verhindern, musste eigentlich das Anliegen aller Verantwortungsträger sein. Auch in der Politik. Genau dort aber wird von interessierter Seite unter dem Deckmantel eines angeblich aufklärerischen Ansatzes versucht, Misstrauen gegenüber den Institutionen zu schüren.
Wer angesichts der Entwicklungen im „Bommeleeer"-Dossier von Staatskrise redet, hat a) eine blühende Fantasie, b) ein Problem damit, Dinge ihrer Wichtig-und Richtigkeit nach einzuordnen, oder c) er setzt (ohne Rücksicht auf Verluste) gezielt auf Effekthascherei. Letzteres dürfte auf die Demokratische Partei zutreffen, die sich von ihrer Positionierung her genüsslich auf ADR-Terrain bewegt. Damit setzt sich die Mutation von Meisch, Bettel und anderen zu echten Liberal-Populisten fort, die völlig losgelöst von einem parteiinhärenten Prinzipien- oder Werteunterbau allgemeinen Trends oder Stimmungen nacheilen.
Zurück zur „Bommeleeer"-Affäre, deren starke Politisierung sich eher als kontraproduktiv erweist. Es besteht nicht zuletzt die konkrete Gefahr prozeduraler Kollateralschäden mit fataler Wirkung. Damit die Justiz ihre ohnehin nicht einfache Arbeit erledigen kann, täte manchmal ein bisschen Zurückhaltung gut.




Februar 2012


go on losing“

„Dossier Bommeleeër: der Prozess als Weg zum Ziel“

Nun soll also zwei ehemaligen Gendarmen der Spezialeinheit BMG der Prozess gemacht werden. 130 Seiten stark ist die Anklageschrift. Doch wer gedacht hat, im Dokument würden materielle Beweise aufgeführt, wird bei der Lektüre enttäuscht. Die Anklage beruft sich vor allem auf einzelne Aussagen von Marc Scheer sowie auf einige Indizien (u.a. die Fertigkeit im Umgang mit Sprengzündern), die Jos Wilmes belasten könnten. Das ist, wenn man sich diese Anmerkung erlauben kann, nicht gerade ein Bombendossier in einer Affäre, die heftig an den Grundfesten des Rechtsstaats rüttelt.

Mehr als ein Vierteljahrhundert ist seit den Attentaten vergangen und immer noch ist im Grunde unklar, welches die Hintergründe der Taten waren.– „go on losing“ – mit diesen Worten verabschiedeten sich die Bombenleger in ihrem letzten Bekennerschreiben am 17. Februar 1986 sozusagen von der öffentlichen Bühne. Verlierer gibt es mittlerweile viele im Fall „Bommeleeër“: die Ermittler, der Sicherheitsapparat als Ganzes, die Politik und nicht zuletzt die Justiz. Wobei man letzterer immerhin zugutehalten muss, dass sie ein Dossier zusammenstellte, das nun zum Prozess führen soll. Und das ist der Punkt: Alles deutet darauf hin, dass der Prozess der Weg zum Ziel ist und demnach ein taktisches Manöver, das endlich Licht in die Staatsaffäre bringen soll.


Eine Staatsaffäre? Ja, um eine solche handelt es sich. Denn das, was in der Anklageschrift steht, macht deutlich, dass die Sprengstoffanschläge sehr wohl politisch motiviert waren. – „A qui profite le crime?“ So ist ein besonders vielsagendes Kapitel der Anklageschrift überschrieben. Darin wird ausdrücklich untermauert, dass nur einer von den Attentaten profitierte: die Sicherheitskräfte. Im Klartext: Diejenigen, die die Täter überführen sollten, waren es, die Nutzen aus dem ganzen Bombenterror gezogen haben. 64 Prozent mehr Finanzmittel für Gendarmerie und Polizei in den Haushaltsjahren 1986 bis 1990. War das gewissermaßen das Lösegeld? Die Anklageschrift lässt jedenfalls eben diesen Schluss zu.

Mehr noch: Ausgehend von einer ganzen Reihe von Indizien, bestimmter Tatumstände und aufgrund der Analysearbeit des deutschen Bundeskriminalamtes (BKA) nehmen die Ankläger ausdrücklich die Gendarmerie ins Visier. Folgender Passus der Anklageschrift spricht Bände:
„Il fallait donc trouver dans la Gendarmerie un groupe d’auteurs qui:

disposait d’une homogénéité étendue;

était intangile à la pression croissante émanant de la force publique,des médias et même de toute une nation qui essayait d’identifier ou de trouver les Bommeleer;

(...)
avait accès aux premières informations internes de la Gendarmerie;

était propulsé par une même motivation pour arriver à un but qui ne peut être autrement qu’un certain profit des crimes.“

Und auch die Frage, um welche interne Gruppe es sich gehandelt haben soll, wird klar beantwortet: die „Brigade mobile de la Gendarmerie“, kurz BMG genannt. Zu dieser Sondereinheit gehörten auch die beiden Beschuldigten. Sie waren allerdings dort keine Entscheider!

Werden in einer Anklageschrift die Sicherheitskräfte, oder Teile davon, mehr oder weniger direkt beschuldigt, Bombenanschläge gegen den Staat verübt zu haben, werden seitens der Staatsanwaltschaft Verdunklungsvorwürfe laut, dann befinden wir uns sehr wohl in der Logik einer Staatsaffäre. Und diese schreit geradezu nach Aufklärung. Staatsräson hin oder her!

.
wou sin ech drun ?

de richtege Wee : "Ne rien nier à priori, ne rien affirmer sans preuve."

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Jempi

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282

13.02.2012, 13:24

http://news.rtl.lu/bommeleeer/news//197109.html/rss/

Zitat

An der Affär Bommeleeër krut den FBI effektiv konkret Beweisstécker vu Lëtzebuerg geschéckt an de Service de Renseignement hat d’Amerikaner kontaktéiert.

Eng ganz interessant Affirmatioun vun eisem Procureur général. Di éischt Fro, déi sech do stellt, ass, wat de Service de Renseignement domatt ze dinn hat, déi hu jo guer keng Policegewalt hei am Land an hate jo sécher och keen Accès zu Beweisstécker, fir déi jo nëmmen de Parquet an d'Geriicht zoustänneg waren. Oder?

Zitat

Et wier haut net méi ze retracéieren, wat a wéi genee un den FBI gaang wier a net zeréckgefrot ginn ass. Mä et wiere materiell Beweisstécker gewiescht – zum Beispill Buedemprouwen – an déi wieren elo verschwonnen.

Wat gelifft? Net méi ze retracéieren? Sinn do Beweisstécker erausgaangen, ouni dass dovunner e geneeën Inventär gemaach ginn ass? Wou si mir dann? A firwat verschwonnen? Beim Parquet muss dach gewosst sinn, u wat fir een Service vum FBI déi Stécker gaange sinn. Do kéint een dach emol nofroen, oder????

Nach méi komesch ass folgend Ausso:

Zitat

Den FBI wier vum CIA kontaktéiert ginn an un de CIA hat sech de Lëtzebuerger Service de Renseignement gewannt, fir an der Bommeleeër-Enquête gehollef ze kréien.

Déi Ausso do muss ee sech awer op der Zong zergoë loossen. Dat bedeit, dass d'Initiativ vun eisem Service de Renseignement ausgaangen ass, een Service deen offiziell guer keen Accès zu Beweiser an der Affär hat. A da geet déi ganz Affär iwwer den CIA? Geet et dann nach???

Wéi hat viru 4 Joer eise Jean-Claude zu enger anerer Saach an der Affär Bommeleeër gesot: "Ech mengen, mir hei zu Lëtzebuerg hunn se net mi all."

Wéi Recht en hat!
"Truth is the most valuable thing we have. Let us economize it."
Mark Twain

283

13.02.2012, 14:45

51 state

http://news.rtl.lu/bommeleeer/news//197109.html/rss/

Zitat

An der Affär Bommeleeër krut den FBI effektiv konkret Beweisstécker vu Lëtzebuerg geschéckt an de Service de Renseignement hat d’Amerikaner kontaktéiert.

Eng ganz interessant Affirmatioun vun eisem Procureur général. Di éischt Fro, déi sech do stellt, ass, wat de Service de Renseignement domatt ze dinn hat, déi hu jo guer keng Policegewalt hei am Land an hate jo sécher och keen Accès zu Beweisstécker, fir déi jo nëmmen de Parquet an d'Geriicht zoustänneg waren. Oder?

Zitat

Et wier haut net méi ze retracéieren, wat a wéi genee un den FBI gaang wier a net zeréckgefrot ginn ass. Mä et wiere materiell Beweisstécker gewiescht – zum Beispill Buedemprouwen – an déi wieren elo verschwonnen.

Wat gelifft? Net méi ze retracéieren? Sinn do Beweisstécker erausgaangen, ouni dass dovunner e geneeën Inventär gemaach ginn ass? Wou si mir dann? A firwat verschwonnen? Beim Parquet muss dach gewosst sinn, u wat fir een Service vum FBI déi Stécker gaange sinn. Do kéint een dach emol nofroen, oder????

Nach méi komesch ass folgend Ausso:

Zitat

Den FBI wier vum CIA kontaktéiert ginn an un de CIA hat sech de Lëtzebuerger Service de Renseignement gewannt, fir an der Bommeleeër-Enquête gehollef ze kréien.

Déi Ausso do muss ee sech awer op der Zong zergoë loossen. Dat bedeit, dass d'Initiativ vun eisem Service de Renseignement ausgaangen ass, een Service deen offiziell guer keen Accès zu Beweiser an der Affär hat. A da geet déi ganz Affär iwwer den CIA? Geet et dann nach???

Wéi hat viru 4 Joer eise Jean-Claude zu enger anerer Saach an der Affär Bommeleeër gesot: "Ech mengen, mir hei zu Lëtzebuerg hunn se net mi all."

Wéi Recht en hat!


Onsen beléiften Anwärter ass schonns op Washington geruff ginn bei seng Frënn, sécher fir D Bewäisstécker ze recuperéieren :)

Zitat RTL

Finanzminister Luc Frieden op Aarbechtsvisite zu Washington

De Lëtzebuerger Finanzminister Luc Frieden ass vun e Méindeg bis e Mëttwoch op Aarbechtsvisite zu Washington.

Dat fir déi politesch a wirtschaftlech Relatiounen tëscht den USA a Lëtzebuerg ze verdéiwen.

http://news.rtl.lu/news/national/196983.html
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284

17.02.2012, 19:54

Les anciens de l'ERM ........ raisonato d'état

Während am Wortchen Alibien besuergt ginn, RTL eis den hallwen Kierfecht versicht schmackhaft ze maachen an de Maitre fir nach méie Oflenkung an Amusement suergt wor dann haut interessantes am neien Ländchen ze liesen.

Do gëtt sech d Fro gestallt firwat sech den Ament just DP fir ons Terroristen interesséiert

Zitat

DP-Offensive
Auch wenn der damalige Premier Jacques Santer (CSV) mit drohendem Unterton daran erinnert hatte, dass irgendwie alle Parteien zur Zeit der Bombenanschläge der Achtzigerjahre und der anschließenden Ermittlungspannen in der Verantwortung waren, geht die DP nun als einzige Partei aufs Ganze: Sie bombardierte die Regierung und den Generalstaatsanwalt diese Woche mit einem Katalog von 53 Fragen zum Verschwinden von Beweisstücken bei der (US-Behörde FBI und verlangt eine neue Anhörung vor dem Justizausschuss des Parlaments. Unüberhörbar ist dagegen das Schweigen der ADR. Laut Le Jeudi von dieser Woche zählte 1982 auch der ADR-Abgeordnete Fernand Kartheiser, wie fast die gesamte Spitze von Polizei, Gendarmerie und Armee, zu den Absolventen der von rechtsradikalen Gruppen unterwanderten Brüsseler Eco!e royale militaire.

Den Artikel am Jeudi ass heize fannen

D lescht Woch wor iwwregens och am Ländchen ze liesen (den Artikel kennt nach no)

Zitat

Angestrengt versucht die Staatsanwaltschaft, die Bombenanschläge der Achtzigerjahre zu entpolitisieren.

Als einzige Begründung, weshalb die Terrorwelle von 1984 bis 1986 nicht auf das Konto von Terroristen geht, führt die Staatsanwaltschaft das Fehlen von Bekennerschreiben.

Dass Terroristen zwangsläufig Linksradikale sein müssen ist ein Trugschluss der wohl auf die politische Einäugigkeit der Staatsanwaltschaft zurückzuführen



Kann oder dierf de Procureur net an di Richtung enquetéierten ?

Ass do de Schluss, wie dem Här Frieden (deemools Justiz & Polissminister zesummen) säi Parteikolleg dem Procureur matgedeelt hat ??


Den Artikel am Jeudi ass heize fannen

Zitat le Jeudi

Fréquentée par la bande à Reuland…

Geiben, Reuland, Stebens, Schockweiler, Nettgen... Au faîte de l'Etat, ils sont «la génération Bommeleeër»

Ce groupe G s'immisçait directement dans les enquêtes chaudes. Ainsi, ce gendarme du groupe G devint-il le secrétaire du chef d'enquête sur les tueries du Brabant. On se croirait un peu au cœur même de la brigade mobile de gendarmerie que conduisaient Pierre Reuland et Guy Stebens.
Ces jeunes officiers luxembourgeois ont entendu parler (ou entendu tout court) le major belge J-M Bougerol chargé du PIO, le Public Information Office, créé en 1974, disposant d'une branche militaire et d'une autre civile. Les missions: infiltration et utilisation d'associations et de groupes comme l'aile droite du parti chrétien-social (B), conférences au Front de la jeunesse, conférences anti-communistes…, pour tenter de redorer le blason de l'armée et de la gendarmerie. Redorer le blason et, mieux encore, lui donner d'autres moyens.

http://www.lejeudi.lu/index.php/l-actualite/4040.html

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285

21.02.2012, 15:50

De Jacques, d‘Psy an de Neimound

Nodeems den Här Hoffmann gedriwwen gouf no 4 Joer ze reagéieren ass den aarmen Här Halsdorf an d Kommissioun invitéiert ginn…….. schued dass di Sëtzungen nach ëmmer geheim sinn, wou bleift dem Lorry seng Transparenz ?


Dobäi kinnt den ancien Spetzelchef jo bestëmmt op di éischt 14 froen äntwerten…… dat wier eng Éieresaach

D'Eieremänner ënnert sech 1996

pic by Wort




Zitat RTL

An der Affär Bommeleeër hat d'DP an den zoustännege Chamberkommissiounen dem Robert Biever iwwer 50 Froe gestallt, an awer wéi et schéint net déi gewënschten Äntwerte kritt. Elo wëllen déi Liberal dem Inneminister Jean-Marie Halsdorf déi nämmlecht Froe stellen am Kontext vun den Dysfunktionnementer, déi et bei der Enquête gouf
http://news.rtl.lu/bommeleeer/news//200451.html


Hei nach passend fir di 5 Joereszäit

De Jacques, d‘Psy an de Neimound

btw am Jeudi ass nach vill méi iwwert onst Fëllement vum Land ze liesen op 2 ganzer Säiten


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286

22.02.2012, 16:32

Bonjour alleguer hei

et dierft jo net schwier ze sin, daat ze gesinn, waat den Bieverchen net well an kann gesin.
Et as/wuer takteschen Staatsterrorismus (jo Terrorismus as eng Taktik) enner der Strategie de la tension.
En klengen Flashback: as jonken Spunt , wann ech den Hennes markeiert hun, waat natirlech elo am mei fortgeschthrettenen Alter ganz bestemmt net mei firkennt, huet meng Mamm nawell oft gesot:
" mechs de dech esou domm oder bas de wierklech esou domm ?"
dei selwecht Fro stellen ech mer beim Biever dein am Platz vun Terrorsiten vun Idealisten schwaetz. Villeicht weiss en wierklech net besser?
Mei vergiessen mer net daat "One man's terrorist is another man's freedom fighter"
Doriwer as jo nawell vill geschriwen gin: ganz Biicher an esou munch akademesch "papers"

Zereck zum Robi: op allen Fall as den Biever Crimi, dem Biever sein geleakten requisitoire ganz interessant ze liesen mei guer net esou subtile wei ein keint mengen.
Ech bezweifeln emmer mei dem biever sein coup de genie Streich an gesin mei an mei "self denial"

zum Srel as nach ze soen, dass dein, eier en virun e puer Joer pseudo-reformeiert gin as, eigentlech Null reglementeiert wuer. An den Memorialen steht just daat den Srel bis dohin just dem Staatsminister ennerstung an daat as et. Ergo en Freischein fir ze machen waat se wellen.

Dei ganz Saach do mam FBI stenkt och bis zum Himmel. Et wuer menger Meinung en groussen Interet drun falsch Spueren ze leien ( bread & butter business vun Spetzeldinschter) an Spuren verschwannen ze lossen. Et as wuel eng Lescht gin mei dei as ennerschloen gin; genau esou wei Beweisstecker; an aner Wierder: wann net verluer gangen oder vernicht, bei den Amerikaner leien se jo goud an secher ...

"Den FBI wier vum CIA kontaktéiert ginn an un de CIA hat sech de Lëtzebuerger Service de Renseignement gewannt, fir an der Bommeleeër-Enquête gehollef ze kréien"
hei gesin ech en cover up fir dei sougenannten bilateral defense agreements am supra nationalen nato bommenterror.
Vergiessen mer net daat Belge enquete parlementaires ( daat wuer keng commissioun!) dei Brabant tueries an Gladio wollt opklaren, net konnt opgeklaert gin eben just, haptsaechlech, weinst deinen bilateral defense agreements;
soll heischen daat Belge Parlemnetarier wollten Zougreff kreien op Documenter, Aussoen etc, kreien mei Amerikaner daat net wollten; daat kann ein noliesen an deinen zwei Documenter dei och um Internet ze fannen sin ...

An net auszedenken wann an Tueries de Brabant als tueurs Letzebuerger Gesichter geifen optauchen; mei waat net darf sin, kann och net sinn...
###"Be realistic, expect the impossible!" ### when The Dude meets Che###
### Principe de base: le comp/consommateur a toujours raison parcequ'il est nombreux; comme ca il a l'impression d'etre dans le vrai ###

287

01.03.2012, 11:14

Canada-Dry-Terrorismus

@ Dude

den aktuellen Spetzelchef ass jo och NATO approved wie am Wort ze liesen wor. Dann ass jo alles ënner Control vun onser Allianz.

Zitat Wort

Ehemaliger stellvertretender Botschaftler bei der NATO zum Geheimdienstchef ernannt

Patrick Heck ist dem Premier zufolge ein sehr erfahrener Diplomat. Heck sei unter anderem als stellvertretender Botschafter Luxemburgs und Sicherheitsoffizier bei der NATO gewesen und habe als Rechtsberater für die NAMSA gearbeitet. Nachdem er ebenfalls für die politische Leitung des Außenministeriums tätig war, hat Heck Juncker zufolge auch im Geheimdienst Erfahrung gesammelt.


„Patrick Heck verfügt über die nötigen rechtsstaatlichen Reflexe, um den Geheimdienst im Zusammenspiel mit unseren Gesetzen zu führen“, betont Jean-Claude Juncker. „Ich hatte bereits mehrfach die Gelegenheit, mich selbst hiervon zu überzeugen.“

Der parlamentarische Kontrollausschuss sei Patrick Heck positiv gesinnt, meint Premier Juncker weiter. Obwohl die Wahl des Geheimdienstchefs die alleinige Zuständigkeit des Premierministers sei, werde er dem Regierungsrat seinen Vorschlag am Freitag formell zur Abstimmung unterbreiten.


Den excellenten Artikel aus dem L-Land ass elo och online am Archive ze fannen

Zitat

Die Erfindung eines echt luxemburgischen Canada-Dry-Terrorismus – nach der Limonadenwerbung:

„Ça ressemble à l’alcool, c’est doré comme l’alcool… mais ce n’est pas de l’alcool.“
----------

Das Gesetz vom 12. August 2003 eingeführte Terrorismus-Artikel des Strafgesetzbuchs nicht rückwirkend auf die 1984 bis 1986 begangenen Straftaten angewandt werden. Aber er zeigt doch, wie willkürlich die Behauptungen der Staatsanwalt sind, dass die Anschlagsserie nicht auf das Konto von Terroristen ging. Auch wenn sie, nicht ohne trockenen Humor, an anderer Stelle aus einem auf den 8. Januar 1985 datierten Bericht von Gendarmerieoberleutnant Pierre Reuland mit dem Titel La lutte anti-terroriste au G.-D. de Luxembourg, – l’avenir de la B.M.G. zitiert (S. 107).

------------------------
Glückliches Luxemburg! In anderen Ländern legen finstere Terroristen, linke Fanatiker, verwirrte Neonazis, entrückte Gotteskrieger und machiavellistische Geheimdienstler aus Blut- und Machtgier Bomben. Hierzulande waren es anscheinend idealistische, von Altruismus statt Egoismus, Edelsinn, Aufopferungsbereitschaft und Gemeinsinn beseelte Beamte mit CGFP-Karten, die auf diese Weise in ihrer Freizeit einen hehren gewerkschaftlichen Kampf für neue Schutzwesten und bessere Nachtsichtgeräte führten. Selbstverständlich frei von irgendwelchen Drahtziehern und politischen Absichten außer im Grunde der Verbesserung ihres,des Staatsanwalts und unseres aller CSV-Staats.
http://www.land.lu/index.php/archive/ite…tte.html?page=7


Bei onsen Noperen sinn am Forum och ewell Artikelen aus den Jeudi ze fannen mat villen Nimm, je d Fëllement vum Grand Duché.

Deux gendarmes à la Barre, la hiérarchie au balcon.


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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »c23 y78« (01.03.2012, 14:48)


288

07.03.2012, 17:55

Raisonato d'Etat

Watt dann net kann oder dierf ugeduet ginn vun onser Justiz an onsen Servicen, schéngt dann elo an enger Serie am Journal presentéiert ze ginn ;)

Ziat Journal vun haut den Deel 1

Affäre „Bommeleeër“: Vernachlässigte Pisten (Teil 1)Die letzte Phase des Kalten Kriegs (1979 - 1989)

Der geopolitische Kontext:Der Kalte Krieg in seiner heißen Phase Rüstungswettlauf und Stellvertreterkriege

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Zeigen, dass die Landesverteidigung im Ernstfall versagt hätte

Die „Bommeleeër“-Attentate zeigten vor allem auch, dass die Landesverteidigung im Ernstfall total versagt hätte. Diese Aufgabe oblag jedoch nicht nur der Gendarmerie, sondern vornehmlich der Armee. Fast zeitgleich zu den „Bommeleeër“-Attentaten fanden in den Jahren 1984 und 1985 NATO-Manöver in Luxemburg und der Grenzregion statt, die eben dieses Szenario der Landesverteidigung verfolgten.

Die bei den Manövern trainierten Aktionen und die der „Bommeleeër“ zeigen dabei eine verblüffende Ähnlichkeit. Diese Aspekte legen nahe, dass die Aktionen der „Bommeleeër“ in einem weiteren Kontext der Landesverteidigung gesehen werden müssen. In diesem Zusammenhang stellt sich jedoch die Frage, wer von der strategischen Bedeutung der Ziele der „Bommeleeër“ überhaupt wusste? Selbst den Ermittlern erschloss sich die Bedeutung verschiedener Ziele, wie etwa bei dem Attentat auf die internationalen Telefonleitungen in den Kasematten, erst im Nachhinein.

Die „Bommeleeër“ folgten demnach möglicherweise einem Plan, der weit über den Kenntnisstand eines Soldaten, Gendarmen oder Polizisten aus der unteren oder mittleren Karriere hinaus ging. Doch wer kannte die offiziellen Bedrohungsszenarien des Landes überhaupt? Und wer arbeitete sie aus? Das „Haut Commissariat à la Protection Nationale“, der Generalstab der Armee, der Geheimdienst, die NATO? Sicher ist, dass die Attentate den Rahmen der Gendarmerie sprengten. ›

--------------

Biever situiert die „Bommeleeër“-Attentate in einem nationalen Kontext, vermeidet es aber, die Anschlagsserie auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges in ihren internationalen Kontext zu stellen. Genau das aber versucht das „Journal“ in einer Artikelserie zu tun. Um zu einem besseren Verständnis des Gesamtkontexts beizutragen, in dem sich die Anschläge abspielten und einige vernachlässigte Pisten zu beleuchten.

http://www.journal.lu/2012/03/07/der-geo…ertreterkriege/
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Tina

Fortgeschrittener

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Beruf: Geldverdengen

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289

13.03.2012, 13:43

Elo muss den F.H. de Bockel duer haalen, hien kann sech jo net mei wieren!! 8o

http://www.wort.lu/wort/web/letzebuerg/a…hlende-spur.php

Jeder Mensch hat ein Brett vor dem Kopf - es kommt nur auf die Entfernung an.
Freifrau Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Schriftstellerin, 1830 - 1916

290

21.03.2012, 15:10

Tragesch special Helden vun der Natioun

D'lescht Woch wor am Journal ze liesen

Zitat

Tragische Verlierer

veröffentlicht am 14.03.2012

Mit großer Aufmerksamkeit las ich die äußert interessante Serie über die „Bommeleeër und die vernachlässigten Pisten“ im Journal der letzten Woche und stieß auf folgende Aussage von Jean-Claude Marlair, dem ehemaligen Kommandanten der Chasseurs ardennais de Vielsam: „L’impunité est dangereuse et rend invincible“.

Mich würde interessieren, was die Attentäter heute, 30 Jahre nach ihren Schandtaten, denken, wenn sie die Presse- und Untersuchungsberichte lesen, wenn sie sehen, dass ihre damaligen Freunde Gefahr laufen, für längere Zeit hinter Gittern zu verschwinden. Fürchten sie, dass sich die Schlinge der Gerechtigkeit auch um ihren Hals legen wird, oder überwiegt weiterhin das Gefühl der Unbezwingbarkeit bzw. die „Mir-kann-keiner“-Mentalität?
Oder ist es die Gewissheit, das fast perfekte Verbrechen verübt zu haben, bzw. die Einstellung, im Auftrag einer übergreifenden Rechtsordnung gehandelt zu haben, die vorherrscht? Was beschäftigt „unsere“ Terroristen – so sie denn noch am Leben sind? Mokieren sie sich womöglich über die Dummheit der Gesellschaft, die bislang nicht im Stande war, sie zu enttarnen?

Schauen sie sich die einzelnen Berichte im Fernsehen alleine zu Hause an, oder sitzen alle die ehemaligen „Bomber der Nation“ zusammen im Kreise ihrer Spezialtruppe, schwelgen in Erinnerungen und trinken auf ihre Unsterblichkeit? Reflektieren sie vielleicht über Sinn und Zweck ihrer „Jugendsünden“? Fühlen sie sich weiterhin unbesiegbar, oder bedauern sie eventuell ihre Aktionen?


Malen sie sich aus, was passieren wird, wenn plötzlich ihre Berufskollegen an die Tür klopfen? Wie sagen sie es ihrer Gattin, oder ist die etwa eingeweiht? Machen sie sich Gedanken um ihre Kinder, die darunter leiden werden, weil ihr Vater einer dieser widrigen Mythosbrüder war? Schmieden sie Pläne, wie sie dem Tag der Gerechtigkeit entkommen können? Hecken sie Druck-, gar Erpressungsmittel aus?

Bringen sie die Courage auf, dem Volk die Wahrheit zu sagen, oder wollen sie die Wahrheit doch lieber mit in den Tod nehmen und sich am Ende eingestehen, dass ihr kriminelles Benehmen sie nicht zu Helden, sondern zu Losern der Nation gemacht hat
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291

26.03.2012, 20:50

les archives de la CIA et du FBI

Onser Här huet dann op d'Question Parlementaire geäntwert

E soll säin Spëtzeldéngscht ustellen d'Beweiser erëm ze kréien di maachen jo gutt Aarbecht. Villäicht kann den Här Hoffmann jo och nach intervenéieren an e Brief redigéieren.

Zitat

D'Fro

Monsieur le Président,
J'ai l'honneur de vous informer que, conformément à l'article 81 de notre Règlement interne, je souhaite poser la question urgente suivante à Monsieur le Premier Ministre et à Monsieur le Ministre des Affaires étrangères :

Monsieur le Procureur général a confirmé lors de la commission juridique d'aujourd'hui qu'une grande partie des pièces à conviction dans l'affaire des «Bommeleeër» a été
transmises pour analyse au FBI (Fédéral Bureau of Investigation) en avril 1986par le biais du SRE Service de Renseignement de l'Etat) et de la CIA (Central Bureau of Investigation).

Ces pièces à conviction relèvent d'une grande importance pour l'enquête en cours. Voilà pourquoi la justice luxembourgeoise aurait à plusieurs reprises demandé des informations au FBI quant au sort réservé auxdites pièces, sans qu 'une réponse satisfaisante n 'ait pourtant pu être donnée.
Au vu de l'importance de ces pièces à conviction pour l'enquête en cours, je souhaiterais poser les questions urgentes suivantes à Monsieur le Premier Ministre et à Monsieur le Ministre des Affaires étrangères :

- Messieurs les Ministres seraient-ils disposés à évoquer le sujet des pièces à conviction disparues au niveau politique dans nos relations bilatérales avec les États-Unis ?

- Monsieur le Ministre des Affaires étrangères serait-il disposé à intervenir auprès de l'Ambassadeur des États-Unis au Luxembourg afin de donner plus de poids à la
requête de la justice dans la recherche desdites pièces à conviction ?

- Monsieur le Premier Ministre serait-il disposé à formuler une requête au président des États-Unis afin de transférer toutes informations disponibles dans les archives de
la CIA et du FBI sur l'affaire des Bommeleeër à la justice luxembourgeoise ?

Croyez, je vous prie, Monsieur le Président, à l'assurance de ma très haute considération,

D'Aentwert

Réponse commune de Monsieur le Premier Ministre, Ministre d'État et de Monsieur le Ministre des Affaires étrangères à la question parlementaire No 1931 de Monsieur le
Député Claude Meisch concernant les pièces à conviction dans l'affaire « Bommeleeër ».

Le Gouvernement contactera, par la voie diplomatique, les autorités américaines pour déterminer dans quelle mesure et de quelle façon ces dernières pourraient apporter des éléments d'information utiles sur les pièces à conviction relevant de l'enquête judiciaire sur le ou les « Bommeleeër », qui auraient disparu aux États-Unis.
Il n'est pas d'usage, par contre, que ce type de requête figure à l'ordre du jour du dialogue politique entre les Chefs de gouvernement ou les Ministres des Affaires étrangères des deux pays.


Hoffentlech kennt et net zu diplomateschen Onstëmmegkeeten soss mussen mer nach en zweeten Fliger kafen ;)

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Jempi

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292

27.03.2012, 12:01

Zitat

Il n'est pas d'usage, par contre, que ce type de requête figure à l'ordre du jour du dialogue politique entre les Chefs de gouvernement ou les Ministres des Affaires étrangères des deux pays.

Zimmlech bëlleg Äntwert.

Ech mengen dass et och net d'usage ass, dass de Parquet vun engem Land, iwwer den Emwee vu Geheimdingschter, der Police vun engem anere Land Beweismëttel vun enger ganzer Rei vun Terrorattacken iwwerléist, ouni emol e geneeën Inventaire vun deene Beweismëttelen erstallt ze hunn, an sech duernoer iwwer 25 Joer net méi dorëm ze këmmeren.
"Truth is the most valuable thing we have. Let us economize it."
Mark Twain

293

29.03.2012, 10:40

Hei nach d’Lescht mam Fellement vum Marienland aus dem Jeudi vum 16/02/2012

Fréquenté par la bande à Reuland

L’école militaire belge était noyautée par l’extrême droite

Dans les arcanes du pouvoir


Aussi de «la génération Bommeleeer»:

• J. Clement (sorti de l'ERM en 1976) qui pensait, vu son ancienneté, diriger la police;
• N. Ries (1977), chef d'état-major, puis devance par son subalterne Gaston Reinig;
• R. Nettgen (1977), dépasse par Reuland puis lui succédant;
• M. Zoville (1977), participa à l'enquête, entra à l'inspection générale de la police;
• N. Hirsch, commandant adjoint de la police. Naguère aide de camp au palais;
• le duo J. Bock et P. Schiltz (1978 ), toujours très discrets eu égard à leur boulot au Service du renseignement;
• F. Guth (1979) fut chef d'état-major adjoint;
•R. Bombardella (1980), haut commissaire à la Protection nationale où il a accueilli Guy Stebens en disgrâce à la police;
• J. Nurenberg (1980) représentant militaire du Luxembourg auprès de l'UE;
• J. Pissinger (1980) est passe de l'armée à... la télévision (dans le Nord du pays);
• G. Reinig (1980) mi-général, mi-colonel, il est passe par-dessus la tète de Nico Ries à l'état-major. Le tribunal administratif dira si le ministre Halsdorf a respectée la procédure de nomination/dégradation;
• R. Moes (1980), officier de la gendarmerie, puis employé civil à l'armée, puis intègre dans le cadre;
• F. Brosius (1981), aide de camp du Grand-duc Jean;
• S. Luca (1981), d'abord enseignant en Belgique puis officier d'instruction;
• C. Simon (1981) dirigea le centre de communication de l'Etat;
• J. Schmit (1981), directeur général adjoint de la police;
• M. Daubenfeld (1982), représentant militaire auprès de l'Otan;
• Fernand Kartheiser (1982), ancien diplomate, fondateur de l'association des hommes, députe ADR;
• G. Stronck, ambassadeur en Inde;
• Andree Colas (1982), gendarme puis conseillère du Ministre Halsdorf;
• C. Hamen (1982) directeur des opérations et de la prévention ä la police;
• P. Solagna (1982) au service de la police judiciaire;
• A. Duchesne (1982) chef d’état-major adjoint;
• R. Biewer (1984), commissaire aux affaires maritimes.
• Henri-Chrisnach (1984), aide de camp d’Henri.

Nach e klengen Update :

Den Här Kartheiser ass ewell President vun der ADR.


An nach eng kleng loeschteg Anekdot di och am Jeudi ze fannen wor.


HITLER

«Maintenant que vous le dites, se rappelle un officier supérieur luxembourgeois. Je me rappelle de deux faits, Le premier m'avait scandalise. Cet officier luxembourgeois (ndlr: il est devenu major) avait une photo de Hitler sur la table, dans sa chambre a I'ERM. Un autre élève était vraiment très "spécial". Ancien commando, il a quitte I ‘armée. Je l'ai revu au Luxembourg alors qu'il travaillait dans une société de transport de fonds.»
Un para effectivement spécial. II accompagna son chef, major d'un régiment para commando base prés d'Arlon, qui fut effectivement responsable de cette société établie a Luxembourg. Laquelle fut d'ailleurs victime d'un casse particulièrement réussi, a la «commando». Le lieutenant en fut d'ailleurs soupçonné, jamais accuse. Spécial aussi dans la mesure où il entra brièvement a I‘Ordre du temple solaire, connu pour ses suicides collectifs.


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294

11.05.2012, 07:21

qui bono ....... Yankee Chapter

Gëschter wor de Maitre mol erëm am Interview bei RTL

E wonnerbaren Video-file

De Maitre weist iwwregens op den Art. 2.3 vun 2011 "Entrave à la Justice" hin ;)

Zitat RTL

e flotten Commentaire ass och ze fannen ;)

Zitat

Riddick (2012-05-10 15:37:31)

D'Wourecht fällt elo zäitgläich mat aneren lëtzebuerger Realitéiten dé laang genuch verstoppt, verdréint, verdrängt gi sinn, am Interesse vu notablen Famillen an hiere Parteien déi d'Land de mère en fille bis elo gefouert hunn. Alles schéngt kompriméiert am Vierwahljoër dem Lëtzebuerger virun d'Féiss ze falen.



btw RTL huet dann och deels al Filen erëm online gesat di ënner dësem Link ze fannen sinn

Bommeleeër




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295

21.11.2012, 09:49

Premier Jean Claude Juncker unter Druck. Spionage ?

Wie gewënscht schéngen d'honorabel (Ex)Staatsdénger nervös ze ginn ;)

Haut de Moien ass dann emol erëm eng geheim Sëtzung an der Chamber.

All Pisten lafen beim Spëtzeldéngscht zesummen a mat gemeet huet wuel jiddereen ;)

ze liesen haut bei RTL


Zitat

Bommeleeër: Ex-SREL-Beamte mécht Drock op Premier


Um Dënschdeg ass d’Geheimdéngschtkontrollkommissioun vun der Chamber beim Geheimdéngscht, beim SREL.

Et gëtt e chargéierten Ordre du jour: wéint der Affär Bommeleeër steet de Reseau stay behind um Programm, mee och déi intern Problemer vum Service an och d’Ecouten, déi deemools gemaach goufen. An deem Kontext gëtt jo vum fréieren Chef d’opération vum SREL gesot, hien hätt de Bommeleeër-Dossier vum SREL geschreddert.

Dee Mann wiert sech elo mat engem Bréif géint déi Behaaptung.

An et ass – wéi esou villes an dësem Fall – e schwéier geheime Bréif. Well en ass un de Premier Jean-Claude Juncker adresséiert an en ass un d’Geheimdéngschtkontrollkommissioun vun der Chamber gaang. An déi Kommissioun ass eng Zort Beichtstull: do däerf eppes eragoen, mee et däerf näischt erauskommen, d’Paschtouer – also d’Deputéiert – si mat hirem Wësse gefaang an deen, dee beichte komm ass, deen ass vill méi fräi wéi d’Paschtéier.

Mee wéi dat esou ass, de Bréif vum fréiere Chef d’opération vum SREL ass duerch vill Hänn gaang an et gëtt driwwer geschwat.

De fréiere Geheimdéngschtler an haut Chef vum Sécherheetsdéngscht Sandstone, héiert een, wiert sech dergéint, datt seng Persoun an de Public gezu gëtt a freet sech op net eng Intrigue géint hien am Gaang wier.

Et gëtt him jo nogesot, hien hätt de Bommeleeër-Dossier vum Geheimdéngscht zerstéiert. Do ass dem fréiere Geheimdéngschtler seng Positioun interessant: de Geheimdéngscht wier keen Dokumenten-Depot fir aner Administratiounen a wier och net de Wiechter vu Schrëftstécker. Do leeft also e Sous-entendu mat, deen hei: esouguer wann hien Dokumenter gehat hätt, hätt hien net bräichten gutt drop opzepassen oder se der Justiz weiderzeginn.

En interessante Point-de-vue.

De fréiere SREL-Beamten, héiert een, mécht da nach de Regierungs-Chef drop opmierksam, fréier Beamte misste geschützt ginn a misste gehollef kréien, wa se wéint hirer fréierer Fonctioun Problemer géife kréien.

Hien hätt awer näischt gestiicht, schreift de Mann, zitéiere Lieser aus deem Bréif, an da kéim de Clou: op de Staatsminister giff zolitten Drock gemat ginn... de Staatsminister misst aktiv ginn, well soss giff hien, den Ex-SREL-Beamten, sech un déi international Press adresséieren, well d’Affär – also d’Bommeleeër-Affär – wier jo elo rätselhaft ginn. Aussergewéinlech an national wier se jo esouwisou.

Do kann ee jo wierklech net widderspriechen.

Mee et freet ee sech schonn, wat de fréieren Chef d’opération vum SREL der internationaler Press iwwer déi Affär erzielen wëll, wann de Premier net kuscht.
http://news.rtl.lu/bommeleeer/news//350157.html


Wa schonn alleng d'Convocatioun fir op d'Geriicht ze goen esou vill Panik ausléist wat gëtt et dann eréischt am Prozess?
Soll d'entrave à la justice och fir Spiounen gëllen?

A Propos international Press

Do kinnt een d'NZZ recommandéieren, di hat sech jo schonns den 19.12.07 an der Causa Reuland folgend Conclusioun an de Raum gestallt:

Jetzt wird auch Luxemburg möglicherweise vom Kalten Krieg eingeholt. Die Regierung von Jean-Claude Juncker scheint aber zurzeit noch eher gewillt zu sein, ihre Institutionen zu opfern, als der Wahrheit ans Licht zu verhelfen.

the game goes on .....


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296

24.11.2012, 06:23

Luxembourg : WANZEN im Grossherzoglichen Palais

Elo ass dann mol erëm d'Monarchie Flag drun ;)

Wat huet d' CSV mam Juncker an den Haff ze verstoppen ? Gi se ieren erpresst?

Ze liesen haut am aktuellen Journal

Zitat

Werden hier etwa Gespräche systematisch mitgehört?
-----
Dabei hatte Jean-Claude Juncker am Montag zu Protokoll gegeben, dass es bei dem von Mille aufgezeichneten Gespräch um eine Information ging, „die sich als absolut nicht sicherheitsrelevant heraus stellte". Dieses Protokoll, das von keinem der damaligen Mitglieder des Ausschusses signiert ist, kam am Mittwoch bei der letzten Sitzung der Kontrollkommission auf den Tisch. Es steht zu erwarten, dass bereits in den nächsten Tagen eine weitere stattfin-den wird. Schließlich muss es doch Wege geben, diese Diskette zu entschlüsseln, wenn der Geheimdienst sie erstellt hat. Oder war es eine andere Organisation, die im „Palais" Wanzen versteckte?
Journal 24112012 Sait 9

Wéi eng donkel Muechte bespëtzele ons Monarchie ? Oder sinn et ons amerikanesch Frënn ?


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297

24.11.2012, 14:54

Episod 1 : Den Haff, wat ass mam Haff?"

Zeréck an d' Zäit wou onser Schankloot selwer ermëttelt huet

Ganz frësch vun der Diskett aus den Archiven

Zitat

Aus dem neie Feierkrop #581 vum 25112005

Viel Krach im Gebälk


Die unverhoffte Schnelligkeit, mit der die Mühlen der Justiz einmal in der zwanzig Jahre zurückliegenden Bombenleger-Affäre mahlen, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Sicher hatte man bei RTHeJl nicht damit gerechnet, dass die Jubiläumsserie über die Bommeleeer in eine Staatsaffare münden würde. Die unerwartete Einmischung des rabenschwarzen Großdiktators Jean-Claude Bokassa , der sich letzte Woche vom Großherzog in Audienz empfangen ließ, um ihn über seine exotisch anmutende Zeugenanhörung zu informieren, illustriert aber, dass eine große Nervosität in höchsten Kreisen der Staatsführung herrscht. Die Missbilligung über Bokassas Alleingang ist deshalb groß, weil befürchtet wird, dass der Gewaltherrscher eine Dynamik ausgelöst haben könnte, die nicht mehr kontrollierbar ist Inzwischen wurde der berühmte „anonyme" Zeuge auch schon stundenlang von der Kripo verhört, die herausfinden wollte, ob RTHell ihm vielleicht irgendwelche Flausen in den Kopf gesetzt hat, oder ob etwas Wahres dran ist an seinen Behauptungen.


Kopfschütteln und Ratlosigkeit im Regierungslager

Vor allem im Regierungslager herrschte Verwunderung und Ärger über Bokassas Initiative, sich mit jenem Zeugen zu unterhalten, der vor zwanzig Jah¬ren auf Findel etwas gesehen haben will. Die zozialistischen Minister hat¬ten nur Kopfschütteln übrig. Ein Re¬gierungsmitglied meinte sogar: „De Juncker hat entweder nees gedronk oder en ass geckeg. En huet sech net mei enner Kontroll! De Grand-Duc muss oppassen. Fir d'eischt suergt de Juncker derfir, dass d'Monarchie an däer hei Affär an de Beschass kennt, an duerno spült en de Pompjee. Op dei Fassong huet en de Grand-Duc komplett an der Hand!"

Doch auch in CSFaul-Kreisen hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Jus-tizminister Luc Bieder hatte nach der Ausstrahlung der entsprechenden Fern-sehsendung die RTHell-Journalisten zu sich beordert und sie gefragt, ob sie noch alle Tassen im Schrank hätten, das Land mit dem Aufwärmen alter Gerüchte in Wallung zu bringen. Dann gab er ein Interview, wo er die ganze Angelegenheit als „unseriöse" abstem¬pelte. Doch am gleichen Nachmittag brachte Bokassa dann selbst einen „Dicken" ins Gespräch und erklärte sich bereit, mit dem von RTHell inter¬viewten Zeugen zusammenzukommen.

Unter Populisten

Bei der Opposition gab es gemischte Reaktionen. Die Grünen waren wie immer staatstragend und hielten sich mit Kritik zurück, derweil Robert Mehlsau (ARD) Bokassa kritisierte, dass er den Briefträger zwischen der Justiz und dem Zeugen gespielt habe. Im Lager der Doofpartei war man sich nicht einig. Fraktionschef Henri Gretchen, dem Bokassa einen Posten am EU-Rechnungshof versprochen hat, lobte den Diktator für seine Klugheit, indes Parteipräsident Claude Bleich befand, der Premier solle sich nicht um alles kümmern. Als dann noch der Po¬pulist Gast J'y-peux-rien dem Populisten Bokassa vorwarf, ein Populist zu sein, da war der Höhepunkt der Pole¬mik erreicht.

Mit Blaulicht zu RTHell
Um lästige Verfolger von Presse und Spitzeldienst abzuschütteln, düste Bo¬kassa am Abend des 14. November mit Blaulicht zum RTHell-Sitz auf Kirch¬berg. Seine Zeugenvernehmung dauerte rund drei Stunden, und natürlich ließ er es sich nicht nehmen, auf gewohnte Art den Proletensohn heraus¬hängen zu lassen, weil er sich dachte, den vor ihm sitzenden pensionierten Arbeiter, bei dem es sich um ein treues LCGebeckt- Mitglied und einen Partei¬kollegen Bokassas handelt, auf diese Art einlullen zu können. Er sprach über Gott und die Welt und redete lange um den Brei herum. Doch es half nichts: Irgendwann im Verlauf der Unterredung sagte ihm der Zeuge den Namen des Mannes, den er in der Nähe des Tatortes gesehen zu haben glaubte. „Dann ass et eben esou!" soll der Diktator ausgerufen und versprochen haben, den Staatsanwalt einzuschalten. Zum Schluss knöpfte er sich noch die RTHell-Chefredakteure vor und rang ihnen das Versprechen ab, ja nur keinen Namen zu nennen.

Kripo in Marsch gesetzt und zurückgepfiffen

Einiges über Bokassas saloppen Umgang mit dem Prinzip der Gewalten¬trennung sagt es aus, dass er anderntags nicht selbst zum Staatsanwalt ging, sondern Roby Bieber zu sich ins Hotel de Bourgogne bestellte, um ihm die Geschichte des Zeugen zu erzählen. Bieber verfasste daraufhin einen schriftlichen Bericht und schickte ihn an die Untersuchungsrichterin. Wie unter Parteifreunden üblich, hatten sich der Staatsminister und der Staatsanwalt aber auch schon am Freitag zuvor abgesprochen. Zu diesem Zeitpunkt waren der Staatsanwaltschaft nämlich Name und Adresse des RTHell-Zeugen bekannt, und Roby Bieber hatte bereits einige Beamte der Kriminalpolizei in Marsch gesetzt, um ihn verhören zu lassen. Als dann Bokassa sich mit seiner zirkusreifen Nummer im Freitagsbriefing einschaltete und via Medien ein Gesprächsangebot an den Zeugen machte, stoppte der Staatsanwalt die Kriminalpolizei, um Bokassa nicht dazwischen zu funken. Einmal mehr dankte die Justiz vor dem Großdiktator ab.

„Den Haff, wat ass mam Haff?"

Im parlamentarischen Rechtsausschuss, der am Mittwoch letzter Woche zusammenkam, herrschte eine Bom¬benstimmung, als sich der vorlaute DP-Abgestorbene Xavier Betschel zu weit aus dem Fenster lehnte und behauptete, in der Bombenlegeraftare „do gett ja awer och emmer den Haff an d'Gespreich bruecht", und wissen wollte, was es denn damit auf sich habe. Justizminister Bieder und Staatsanwalt Bieber bekamen fast den Schluckauf, und Betschels Parteikollegin, die frühere Justizministerin Kotelett Fläsch glaubte, sich verhört zu haben (sie ist auf einem Ohr schwerhörig), weshalb sie blitzschnell den Kopf in Richtung Klein-Xavier drehte und ihm tödliche Blicke zuwarf. Und natürlich ergriff Gast J'y-peux-rien die Gelegenheit, um leicht heuch¬lerisch zu fragen: „Den Haff? Wat ass da mam Haff?" Daraufhin betretenes Schweigen.

DNA: Erwartungen zurückgeschraubt

Roby Bieber machte den Abgestorbenen klar, dass sie sich nicht allzu viel von den DNA-Analysen erwarten sollen, auf die im Laufe der Ermittlungen zurückgegriffen wurde, um etwaige Rückschlüsse auf die Täter zu ziehen. Vor zwanzig Jahren habe man die Spurensicherung noch nicht im Hinblick auf die Möglichkeit der Überprüfung auf genetische Merkmale getätigt, so dass DNA wohl kaum helfen werde. Soll also ein Schlussstrich unter die Af¬färe gezogen werden, da die Justiz die Bombenlegeraffäre auf einmal so schnell und „prioritär" behandelt? Die Polizeigeneralinspektion soll dabei separat klären, ob und von welchen Agenten der Zeuge vor zwanzig Jahren an seiner Aussage gehindert wurde. Denn das ist in der Tat der entscheidende Punkt. Doch wie sagte es ein Volksverdreher mit Sinn für Humor: „D'Enquete muss endlech ofgeschloss ginn, well si huet scho mei deier kascht wei de Schued, deen d'Bommeleeer gemaachhunn!"

Bokassa wälzt alles auf Digestif ab

Unterdessen erzählt Bokassa überall herum, dass er von seinem Vorgänger Jacques Digestif zwar viele Geheimakten vom Spitzeldienst geerbt hat, jedoch gar nichts von der Enquete über die Bombenleger darunter gewesen sei. Wer's glaubt, wird selig!
Jacques Digestif war es nicht ganz geheuer, als er auf RTHell zur Affäre befragt wurde. Die Behauptung des anonymen Zeugen, er sei von zwei Poli-zeibeamten unter Druck gesetzt wor¬den, veranlasste Digestif zur Aussage, dass auf die Einschüchterung von Zeugen bis zu fünf Jahre Gefängnis stehen. Wenn es die betreffenden Beamten gibt, und sie das hörten, könnten sie ja mal aus der Schule plaudern und die Namen jener Vorgesetzten nennen, die ihnen hierzu den Auftrag erteilten.

Hofberichterstattung

Sehr witzig war die Berichterstattung in der Doofpresse. Im Tageblöd (19.11.05), das sonst auf alle möglichen Skandale springt, spielte Daniele Fonckekätt die literarisch Belesene und Angeekelte aus besserer Familie: „Quand j'entends le mot ,Bommeleeer',j'ai envie de vomir." Sie verfuhr nach dem Motto „Haben wir keine anderen Probleme?" und versteckte nur schlecht ihre Eifersucht auf die Recherchearbeit der RTHell-Journalisten.

Während sich die Tagespresse in der üblichen Sklavensprache erging, brachte nur d'Letzebuerger Land (18.11.05) die Sache auf den Punkt, als es über das Treffen zwischen dem Re¬gierungschef und dem Zeugen schrieb: „Im Laufe des Gesprächs ließ sich der Premierminister und oberste Dienstherr des Service de renseignements dann anvertrauen, was er längst wusste und seit 20 Jahren jeder Stammtisch heiter kolportiert: dass sich in der fraglichen Nacht Prinz Jean Nassau aka de Luxembourg, ein Bruder des Großherzogs, in einem Auto voller Elektrokabel in der Umgebung des späteren Tatorts aufgehalten haben soll"

Das Journal (19.11.05) fühlte sich gleich bemüßigt, Thron und Altar zu retten und kolportierte: „An den Stammtischen kursiert heute noch der Name eines Prinzen aus dem Hause Nassau, der jedoch - wie uns gut infor¬mierte Kreise zutrugen - zum Zeitpunkt der Attentate in den Vereinigten Staaten geweilt haben soll." Damit berief sich die blaue Schlumpfpostille auf den „gut informierten" seinerzeitigen Hof¬marschall, der damals manche Journalisten zu sich bestellte, um ihnen das Gerücht vom Prinzen auszureden. Dabei soll er gesagt haben: „De Jean kann et net gewiescht sinn, wett dee war dei Zät an Amerika. Wa schonn, da wir et eischter eise Willy. Dat ass mei en Duerchdriwwenen!" Also aber auch...

Doch am originellsten war zweifellos die Berichterstattung der grünen Faulpelze von der Schülerzeitung wixx. Sie begründeten ihre Weigerung, etwas über die Bombenleger zu schreiben, mit dem 'Hinweis, dass sie das ja schon einmal vor zwölf Jahren getan hätten. Diese Komiker sollten sich für einen Posten bei der Staatsanwaltschaft bewerben.



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24.11.2012, 17:14

Episod 2 : Den Haff, wat ass mam Haff?"

Aus dem neien Krop #582 vum 02122005

SPITZELDIENSTKOMMISSION TAGTE GEHEIM

Knapp drei Wochen nach den neuesten Enthüllungen in der Bommeleeeraffäre kam am Montag das parlamentarische Kontrollgremium zusammen, das gesetzlich beauftragt ist, die Tätigkeit des Service de Renseignement (im Volksmund: Spitzeldienst) zu überwachen.

Seit der Reform des Spitzeldienstes kommt diese Kontrollkommission, der die Fraktionschefs des Parlaments angehören, in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen zusammen, um sich vom Direktor des Nachrichtendienstes über die Abhörpraxis Bericht erstatten zu lassen. Dem Vernehmen nach handelte es sich bei der dieswöchigen Zusammenkunft um eine Routinesitzung, bei der es darum ging, das Budget des Spitzeldienstes zu kontrollieren. Dem Gremium sitzt mit Henri Gretchen (DP) der Fraktionschef der größten Oppositionspartei vor. Die übrigen Mitglieder sind Foltermischi (CSFaul), Ben Faillite (Lasep), Franz Aufgebauscht (Grünkernpartei) und Gast J'y-peux-rien (ARD).

Anders als in zivilisierten Ländern beschränkt sich die parlamentarische Kontrolle des Spitzeldienstes hier zu Lande allerdings auf ein Minimum, und die Mitglieder des Kontrollgremiums sind verpflichtet, alles was sie erfahren, für sich zu behalten, ansonsten ihnen Gefängnisstrafe droht.
Den Ausschlag zur parlamentarischen Überwachung der Lauschangriffe gaben die Enthüllungen über die Gladio-Truppe des Geheimdienstes. Das Parlament hatte dem Geheimdienst 1990 „flagranten Widerspruch zu elementaren Regeln des Rechtsstaats" vorgeworfen. Später kam es zur Telefonaffäre in der Lasep-Fraktion. Damals hatte die Aufzeichnung der Telefonverbindungen des Fraktionschefs Jeannot Kneckeg und seines Gehülfen für Aufregung gesorgt.


In Deutschland wird alljährlich ein Bericht über die Tätigkeit des Bundesnachrichtendienstes veröffentlicht, und Politiker reden offen über etwaige Missbräuche wie etwa die rezente Affäre um die bis 1996 erfolgte Ausspähung von Journalisten der Magazine Der Spiegel und Focus. In Frankreich gibt der Zentraldirektor der Renseignements genéraux sogar Zeitungsinterviews über die Terrorismusbekämpfung und die entsprechende Gesetzgebung (cf. Le Monde, 25.11.05). Auch in Belgien gibt man sich ziemlich offen. So hatten die luxemburgischen Mitglieder des Benelux-Parlaments kürzlich Gelegenheit sich vom Chef des Nachrichtendienstes in Brüssel über dessen Arbeit informieren zu lassen.

Nur in Luxemburg übt man sich in Geheimniskrämerei und kommt sich dabei wichtig vor. Dabei wurden mit der Reform die Kompetenzen des Geheimdienstes vom Schutz der äußeren Sicherheit auf die „Bekämpfung des Terrorismus " ausgeweitet, also auf die innere Sicherheit ausgedehnt. Das macht eine parlamentarische Kontrolle erforderlich. Es ist zu vermuten, dass sich auch in Luxemburg die Abhörpraxis hauptsächlich auf verdächtige islamistische Kreise bezieht.

Verärgerung über Jacques Digestif

Es entzieht sich unserer Kenntnis, ob bei der kürzlichen Zusammenkunft der Spitzeldienstkommission auch über die Abhörpraxis im Zusammenhang mit der Bommeleeeraffäre der Jahre 1985-1986 diskutiert wurde. Dem Vernehmen nach soll Jean-Claude Bokassa I. in seiner Eigenschaft als oberster Dienstherr des Spitzeldienstes sehr verärgert über das kürzliche Interview seines Vorgängers Jacques Digestif gewesen sein. Der hatte auf RTHell gesagt, in der Bommeleeer-Affäre seien seinerzeit verdächtige Personen abgehört worden, um sich gleich darauf zu widersprechen und zu behaupten, ihm seien keine Details der Ermittlungen bekannt. Digestif nannte dabei auch das Gremium, das solche Lauschangriffe beschließt, und das sich aus untadeligen Leuten wie dem Oberstaatsanwalt, dem Parlamentspräsidenten und dem damaligen, wegen Überschuldung aus dem Amt geschassten Präsidenten der Rechnungskammer zusammensetzte.

Die Äußerungen des Natonalheiligen Digestif wurden im Umfeld Bokassas mit Stirnrunzeln aufgenommen, da ja über solche Operationen normalerweise geschwiegen wird.

Rein zufällig beschloss der Ministerrat am Freitag die Versetzung von Lt. Colonel Andree Colas ins Justizministerium. Damit wurde ausgerechnet jene Polizeioffizierin, die im Dezember 2003 im Zuge der Ermittlungen gegen die Bommeleeer Hausdurchsuchungen in den Räumlichkeiten der Kripo und des Nachrichtendienstes leitete, [u]Minister Luc Bieder unterstellt. Das ist der Minister, der die Bommeleeeraffäre am liebsten unter den Teppich kehren würde, und der sich schrecklich über die jüngste Fernsehsendung aufregte, in dem ein Zeuge behauptete, er habe am Tatort Findel etwas gesehen.
Jener Zeuge (wie Bokassa CSFaul-Mitglied) erzählte übrigens letzte Woche auf der Weihnachtsfeier von Dupont de Nemours seinen Arbeitskollegen unterm Tannenbaum stolz alle Details von seinem ganz geheimen Treffen mit Bokassa.[/u]



Matt schienem Bild aus dem Krop

LAW & ORDER

Secret Lucky & friends

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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »c23 y78« (24.11.2012, 17:20)


299

24.11.2012, 20:07

Episod 3 : Den Haff, wat ass mam Haff?"

Aus dem neien Krop # 583 vum 0912/2005

Grossherzoglicher Hof schüchtert Presse ein (Affaire Hirsch).

Seit letzter Woche wird nicht mehr nach dem Bommeleeer gefahndet, sondern Jagd auf jenen Journalisten gemacht, der den Mut hatte, darüber zu berichten, wie der rabenschwarze Großdiktator Jean-Claude Bokassa I. sich anmaßte, in die Rolle des Staatsanwalts zu schlüpfen und einen Parteifreund zu verhörender am Tatort Findel ein Mitglied der großherzoglichen Familie will.

Das von Bokassa angerichtete Debakel und ein Artikel darüber im d'Letzebuerger Land hatten aber auch ganz böse Folgen für einen der hervorragendsten und unbestechlichsten Journalisten. Gemeint ist LL-Chefredakteur Mario Hirschbraten, der dem Tageblöd (03.12.05) unverblümt anvertraute, dass er wegen des von LL-Geschäftsführer Romain Hillgert zuvor veröffentlichten Artikels unter dem Titel „ Der schwarze Prinz" (18.11.05) um Leib und Leben fürchten musste. Hirschbraten: „Man hat seitdem einen außerordentlichen Druck auf mich ausgeübt. In meinem ganzen Leben habe ich einen solchen Druck noch nicht erlebt."

Me Entenbringer agiert hinter den Kulissen

Das Tageblöd mutmaßte, dass dieser Druck vom großherzoglichen Hof kam, und der Hofmarschall war nicht zu sprechen. Denn nach den neuesten Enthüllungen in der Bommeleeer-Affäre hat der Hof Rechtsanwalt Me Fernand Entenbringer damit beauftragt, die Interessen von Prinz Jean zu vertreten, falls dieser von der Untersuchungsrichterin vorgeladen werden sollte. Außerdem soll Entenbringer hinter den Kulissen die Presse einschüchtern, was ihm im Fall Mario Hirschbratens einigermaßen gelang.

Man kann sich das so vorstellen, dass Hirschbraten eventuell bei einem üppigen Mittagessen und einer Flasche Burgunder derart unter Druck gesetzt wurde, dass er Bluthochdruck bekam und keine andere Wahl hatte, als sich in einer „Prise de position: On pedale dans la semoule"(02.12.05) im Letzebuerger Land förmlich im Namen der versammelten „redaction en chef" (sie besteht aus einer Person) zu entschuldigen. Indem er tiefe Bücklinge vor der gesamten Fürstengruft machte, übergab er das ganze schöne Essen und den vielen Rotwein in Form besagter Entschuldigung dem Zeitungspapier.
Das passte der rebellischen Redaktion nicht, die ihren Lesern wöchentlich ein sauberes Zeitungsprodukt anbieten möchte, und so distanzierte sie sich in einer Geste von Solidarität mit dem Verfasser des beanstandeten Artikels und wehrte sich wild entschlossen gegen jeden Druck von außen.
In dem Artikel war - völlig korrekt - ein Name genannt worden; doch wurden auch starke Bedenken angemeldet: „Hat der Zeuge den Prinzen erkannt oder liegt eine Verwechslung vor? Und selbst wenn keine Verwechslung vorläge, sagt eine nächtliche Anwesenheit am Flughafen nichts über irgendeinen Zusammenhang mit dem späteren Anschlag aus. Schließlich hatte der Zeuge selbst einen guten Grund, um ebenfalls zu jenem Zeitpunkt an besagtem Ort zu sein."

Mehr noch: Romain Hilgert ging scharf ins Gericht mit den Stammtischgesprächen in der Bommeleeeraffäre: „Kaum eine Legende ist beliebter und langlebiger als diejenige, die das populäre Vorurteil bedient, dass 'dei Deck' hinter dem Rücken des unschuldigen kleinen Mannes ungestraft ihren finsteren Geschäften und Intrigen nachgehen können. (...)

Nimmt sich der Oberste Gerüchtshof dann sogar eines leibhaftigen Prinzen der eisernen Maske romantisiert. Der Nachteil solcher Urban legends ist, dass sie als simpel gestrickte Ersatzerklärungen eine komplexe Wirklichkeit eher verschleiern als erhellen und ungewollt -oder vielleicht sogar gewollt - den Blick auf politische Zusammenhänge versper¬ren. " Und der Autor wies auf ganz andere Spuren hin, nämlich Ähnlichkeiten mit den 1985 verübten Anschlägen durch Geheimdienste und Neonazis in Belgien.

Ein Bärendienst für die Royals

Doch das war Chefredakteur Mario Hirschbraten zu hoch. Er selbst verstand zwar alles, weil er ein kluger Kopf ist. Da er jedoch keine hohe Meinung von den Lesern des d'Letzebuerger Land hat, entgegnete er: „Certes, toutes les précautions oratoires d'usage ont été prises par l'auteur de l'article, qui a également pris soin de rappeler la présomption d'innocence. Le problème est toutefois que, d'expérience, peu de gens sont capables ou disposes de l Ire au second degré!"

Das und anderes aber brachte Mario Hirschbraten nur Spott im Journal, auf RTHell und im soziokulturellen Grunzfunk ein. Das Syndicat des Journalistes SJL bedauerte sogar Hirschbratens Vorgehen, „das einen krassen Vertrauensbruch mit der Redaktion darstellt."
Diese Leute haben natürlich gut reden. Sie sind wohl allen Ernstes der Meinung, dass ein Chefredakteur sich immer hinter seine Redaktion zu stellen hat und Probleme redaktionsintern löst, statt damit an die Öffentlichkeit zu treten, wie er das im Tageblöd tat, als er auf die Frage, ob er an Rücktritt denke, antwortete: „Nein, die Autorität des Chefredakteurs muss wieder hergestellt werden."
Damit wollte er sagen, dass er zwar Chefredakteur ist, aber zwei Wochen braucht, um die Artikel in seiner Zeitung zu lesen, weil die Buchstaben darin zu klein sind. Außerdem kann man von keinem noch so couragierten Chefredakteur erwarten, dass er sich den leeren Drohgebärden eines Me Entenbringer widersetzt und einfach sagt: „Na ja, wenn ihr uns einen Prozess machen wollt, dann macht mal, wir freuen uns schon darauf, mit euch vor Gericht zu streiten."

Doch mit seinem Eingeständnis, wonach er unter Druck gesetzt wurde, leistete der olle Mario unseren bedauernswerten Royals in Wirklichkeit einen Bärendienst.
Denn nun steht der Hof da, als versuche er hinter den Kulissen aufrechte Chefredakteure mit Gänseleber und Burgunder einzuschüchtern und zu erpressen, weil man etwas zu verstecken habe, wo möglicherweise gar nichts zu verstecken ist.
Am großherzoglichen Hof, wo man die Sache so diskret wie möglich abwickeln wollte, war man ziemlich entsetzt, als man sah, was der kluge Me Entenbri¬ger angerichtet hatte. Deshalb gingen die Manöver hinter den Kulissen in die nächste Runde, und Hirschbraten wurde dieser Tage noch einmal unter Druck gesetzt, um richtigzustellen, er sei nicht unter Druck gesetzt worden.
Vielleicht sollte sich unser allseits beliebter Großherzog Lannenhari zur Abwechslung mal mit klugen Hofhnarrschnällen (wenn es sowas denn gibt) und umgeben, die ihm nicht alles verpatzen.



Och nach ze liesen wor erstaunleches vum Wortchen

Fuhrerscheinjosy, Enthüllungsjournalist im Gaspericher Wortchen, wurde offenbar in der Bommeleeer-Affäre über dunkle Kanäle auf eine andere Spur angesetzt als jene, die von den RTHell-Reportern Marc Homa und Nico Brav verfolgt wird. So brachte er die Bombenanschläge von 1985-86 urplötzlich in Zusam¬menhang mit einem bereits im Juni 1984 in die Luft gejagten Hochspan-nungsmast, um darauf hinzuweisen, dass es internationale Verflechtungen gebe, da sich seinerzeit Sprengstoff -und Waffendiebstähle „ im geographisch zusammenhängenden Raum Luxemburg-Saarland-Nordostfrankreich" zugetragen hätten (Wortchen, 05.12.05). Da von dem 1984 erfolgten Anschlag Sendeanlagen von RTHell betroffen waren, unterstellte Fuhrerscheinjosy den RTHell-Repor¬tern, die diesen Zusammenhang nicht herstellten, „ eine Schweigepflicht in eigener Sache " und stellte die Suggestivfrage, ob „etwa auf untersuchungsrichterlicher Ebene keine Verbindung zwischen den sich trotz allem ähnelnden Anschlägen hergestellt" würden. Im Klartext: Die Untersuchungsrichterin soll ihre Zeit nicht mit Verhören honoriger Prinzen vertrödeln, sondern gefälligst in Richtung Gladio (ein Agentennetz der Nato) ermitteln. Wenn aber Fuhrerscheinjosy Recht hat, dann fragt man sich, warum er diese Spur nicht schon auf dem Höhepunkt des KaltenKriegs verfolgte. Doch nicht etwa, weil die von ihm als „ Terroristen " bezeichneten Bommeleeer in solchen Falle Gesinnungsgenossen gewesen wären?



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wou sin ech drun ?

de richtege Wee : "Ne rien nier à priori, ne rien affirmer sans preuve."

"Deception is a state of mind and the mind of the State" :thumbup:

300

25.11.2012, 06:19

Episod 4 : Den Haff, wat ass mam Haff?"

Aus dem neie Feierkrop #595 vum 03032006

Monsieur Frieden est connu pour être peureux


Kriminalkommissar Bokassa ermittelte - Burgherr Lannenhari ließ Verfahren einstellen




DER PERSILSCHEIN, den die Staatsanwaltschaft einem Karnevalsprinzen und Bruder des Großherzogs in der Bommeléeer-Affäre ausstellte, sorget in diesen Tagen des bunten Faschingstreibens noch einmal für mächtigen Klamauk.
Aber am Aschermittwoch war alles vorbei, und bald soll die ganze Affäre endgültig begraben werden.


Seit die Burgherren im Mittelalter ihre Barone, Bischöfe, Minister, Vögte und Pröbste zu sich riefen, um Recht zu sprechen, hat sich nicht viel geändert. In der Bommeleeer-Affäre übte der großherzogliche Hof diskreten Druck auf Presse und Justiz aus, damit die lästige Affäre endlich aus der Welt geschafft würde.
Als Nachfahre der erlauchten Raubritter von Vianden wusste Großherzog Lannenhari natürlich sofort, was zu tun sei. Er bestellte seinen Landvogt Luc Bieder zu sich und bat ihn eindringlich, doch end¬lich etwas mehr Gas zu geben: „Meng Fra, d'Grandüschess an ech, mir si ganz peineiert!" Bieder versicherte, er sei zu jeder Schandtat bereit, machte eine tiefe Verbeugung und entschwand, um sich mit Bokassa zu beraten. Doch der schlaue Staatsminister untersagte seinem Justizminister, zu offensichtlich Druck auf die Justiz auszuüben. Im Palais solle man ruhig etwas zappeln und sich selbst helfen. Außerdem werde sich schon alles fügen.

„Monsieur Frieden est connu pour être peureux"

Großherzog Lannenhari war unterdessen sehr enttäuscht von der zögerlichen Haltung seines Justizministers. In vertrautem Kreise soll er geäußert haben: „Monsieur Frieden est connu pour etre peureux. Seit jenem denkwürdigen Tag, da ein RTHell-Zeuge aussagte, er habe den Prinzen Jean am 9. November 1985 in einem Auto voller Elektrokabel in unmittelbarer Nähe des späteren Tatorts Findel gesehen, gingen einige Minister, Anwälte und andere Dienstboten im großherzoglichen Palais ein und aus.

Die Doofpresse befleißigte sich letzte Woche, etwas zu dementieren, was sie nie behauptet hatte. Denn erstmals nannte sie den Namen von Prinz Jean, um ihn zu entlasten. Seither weiß die Öffentlichkeit, dass Prinz Jean zu exakt jenem Zeitpunkt an einer Jagd im französischen Departement Loire-et-Cher teilnahm und nicht in den Vereinigten Staaten weilte, wie das Journal noch am 19. November 2005 unter Berufung auf „gut informierte Kreise " beflissen kolportiert hatte.

Demgemäß kann also der Prinz gar nicht jener junge Mann sein, den der RTHell-Zeuge, ein einfacher Mann aus dem Volke, damals sichtete. Dafür, dass das alles erlogen und erstunken ist, gibt es laut Staatsanwaltschaft einen Entlastungszeugen, dessen Identität der Öffentlichkeit freilich vorenthalten wird.
Wer ist der Entlastungszeuge ?

In Aristokratenkreisen gibt es natürlich viele Leute, die auf die Jagd gehen. Einen glaubwürdigen Entlastungszeugen gäbe beispielsweise einer der beiden Söhne des Aristokraten Valery Giscard d'Estaing ab, der seinen ältesten Filius Henry („Riton ") weiland gelegentlich mit zur Elefanten¬jagd nach Zentralafrika nahm, wo die Familie gute Beziehungen zu Kaiser Jean-Bedel Bokassa unterhielt, wie 1981 Le Canard enchaine enthüllte. Aber wie gesagt der Entlastungszeuge ist genauso anonym wie der RTHell-Belastungszeuge.

Die entlastende Zeugenaussage, eine Eintragung in das Gästebuch der Jagdgesellschaft sowie eine DNA-Probe haben jedenfalls bewirkt, dass in dieser Richtung nun nicht mehr ermittelt wird
. So dass das ganze Land auf die nächste spannende RTHell-Sendung wartet, in der die rasenden Reporter Marc Homa und Nico Brav nachweisen werden, wie lange man braucht, um z.B. in einer Cessna vom Findel nach dem Departement Loire-et-Cher zu gelangen.

Die neuesten Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft ergaben sich - ungewöhnlich genug - aus einer Umkehrung der Beweislast. Der Prinz und sein Anwalt waren bereit, einen Unschuldsbeweis anzutreten, obwohl das gar nicht erforderlich ist, da es ja gemäß dem Prinzip der Unschuldsvermutung üblich ist, dass die Justiz den Schuldbeweis antreten muss, um jemanden zu beschuldigen, anzuklagen oder zu verurteilen.

Warum keine Pressekonferenz des Prinzen?

Dass sich die Staatsanwaltschaft anschickte, auf höhere Order die Kastanien aus dem Feuer zu holen, sorgte für Befremden und Vogelgrippe in Juristenkreisen. Immerhin hätte die Affäre auch bereinigt werden können, wenn der Prinz und sein Anwalt ihre Unschuldsbeweise während einer Pressekonferenz vorgetragen hätten, wo sie sich freilich lästigen Fragen hätten stellen müssen. So aber darf vermutet werden, dass der Großherzog, in dessen Namen immerhin die Gerichtsurteile gesprochen werden, und der als Garant für die Unabhängigkeit der Justiz steht, diskret im Hintergrund agierte, um ein Familienmitglied von einem womöglich falschen, aber lästigen Verdacht zu befreien.

Doch der Reihe nach: Die öffentliche Erklärung der Staatsanwaltschaft ist nur die logische Folge der Intervention von Spitzeldienstchef Jean-Claude Bokassa L, der aus einer RTHell-Reportage eine Staats-affäre machte, als er im November 2005 selbst in die Rolle des ermittelnden Kriminalkommissars schlüpfte, um den RT-Hell-Zeugen noch vor der Kripo zu verhören.

Dann bestellte er den Staatsanwalt zu sich, um ihn über seine staatsministerliche und geheimdienstliche Ermittlungstätigkeit zu informieren. Auch eilte der Großdiktator flugs zur Audienz ins Palais, um den Großherzog zu beruhigen und ihm zu versichern, es werde sich schon alles zum Besten fügen. Während dieser Audienz riet Bokassa dem Großherzog, dessen Bruder möge gerade jetzt öffentliche Präsenz zeigen, um die Gerüchte zu zerstreuen. Am 2. Dezember beehrten der Großherzog und Prinz Jean gemeinsam das Luxembourg Financial Forum im Klenge Kueb auf Kirchberg mit ihrer Anwesenheit, wobei Bokassa jesuitisch grinsend in ihrer Suite trottete.

Erklärung bereits früher geplant?


Die Erklärungen von Justizminister Luc Bieder in der Presse und jene des Staatsanwalts vor der parlamentarischen Justizkommission ließen zu diesem Zeitpunkt bereits ahnen, dass die Intervention des Staatsministers und die ganze hektische Aktivität der Justizbehörden in einer Affäre, in der sich seit 21 Jahren nichts getan hatte, eigentlich bloß zum Zweck hatten, endlich einen Schlussstrich zu ziehen. Soviel zum ersten Akt in dieser Komödie über die Gewaltentrennung hier zu Lande. Der zweite Akt spielte sich nicht auf der öffentlichen Bühne ab, sondern hinter den Kulissen. Hofmarschall Jean-Claude Fasel beauftragte den seit der Chalet Mierscherbierg-Affäre gut beleumundeten Anwalt Fernand Entenbringer mit der Verteidigung des Prinzen. In Windeseile wurde ein Dossier mit einem hieb- und stichfesten Alibi zusammengestellt. Angeblich wurde vereinbart, dass die Staatsanwaltschaft bereits für Ende Ja¬nuar eine Erklärung verbreiten sollte, um den Prinzen zu entlasten. Die Zusam¬menarbeit zwischen großherzoglichem Hof und Justiz ließ sich zur vollsten Zufriedenheit des Staatschefs an, wären da nicht zwei peinliche Ereignisse dazwischen gekommen.

Zwei peinliche Zwischenfälle

Am 2. Dezember 2005 trat der Chef¬redakteur der einst renommierten Wochenschrift d'Letzebuerger Land ins Fettnäpfchen, als er auf Druck des prinzlichen Anwalts wegen eines zwei Wochen zuvor in seinem Blatt erschienenen Artikels einen Kniefall vor der Fürstengruft veranstaltete und danach noch einmal auf Druck desselben Anwalts klarstellte, er sei nicht unter Druck gesetzt worden (DNF berichtete). Bereits damals kam der Eindruck auf, der Hof agiere etwas plump im Hintergrund.

Zu allem Überfluss funkte dann auch noch am 23. Januar ein politisch unerfahrener Untersuchungsrichter dazwischen und veranlasste eine Hausdurchsuchung am RTHell-Sitz, um herauszufinden, wer die ßommeleeer-Mail-Adresse der Kripo geknackt habe. RTHell und die korporatistische Doofpresse veranstalteten daraufhin ein derartiges Tohuwabohu, dass es ungünstig erschien, nun auch noch gleich eine staatsanwaltliche Erklärung über die Unschuld des Prinzen folgen zu lassen. Außerdem arbeitete die leitende Untersuchungsrichterin offenbar nicht so schnell, wie sich das der großherzogliche Hof wünschte.
Es dauerte einen weiteren Monat, bis am 23. Februar dann endlich die entlastende Erklärung der Staatsanwaltschaft verbreitet wurde: „// resulte de ce qui precede que l'enquete effectuee permet de conclure que le Prince Jean de Luxembourg n'est pas implique dans les attentats ä l'explosif d'une fagon ou d'une autre. " Bokassa tat überrascht, fand das Vorgehen der Justiz aber normal.

Nicht so manche Juristenkreise, in denen großes Erstaunen herrschte. Alle unkten, das sei doch wohl das erste Mal, dass sich die Staatsanwaltschaft derart weit für einen Prominenten aus dem Fenster lehne. Die das behaupteten, hatten wohl schon vergessen, dass so etwas in Luxemburg gar nicht unüblich ist, wie der Persilschein zeigte, den die Staatsanwaltschaft dem ehemaligen Innereienminister Foltermischi in der „ enquete preliminaire " in der Affäre Meysemburg ausstellte, wo es um die von DNF aufgedeckte Kumpanei mit Immobilienmaklern und um Jagdausflüge ging.

Und das Untersuchungsgeheimnis?

Als sich letzte Woche der vortreffliche Me Entenbringer zur unvorsichtigen Behauptung verleiten ließ, die Akte Bommeleeer enthalte nichts Belastendes gegen den Prinzen, da musste er sich fragen las¬sen, ob er etwa Einblick in das mit dem Untersuchungsgeheimnis belegte Dossier erhalten hatte. Das wäre aber gesetzeswidrig, weil der Prinz nicht beschuldigt wurde. Nur Beschuldigte oder Zivilparteien haben Zugang zu sie betreffenden Untersuchungsakten.

Fragen über Fragen, die noch einer Antwort harren und den Schluss nahele¬gen, dass der vorauseilende Gehorsam der Justiz gegenüber dem großherzoglichen Hof einigen Kollateralschaden anrichtete und leider nicht verhindert hat, dass die Gerüchteküche weiter brodelt.
Aber Gerüchte sind nunmal langlebig. Wer weiß schon mit Sicherheit, ob die hässliche Herzogin Margarete von Tirol, genannt Maultasch, ihres Zeichens Schwiegertochter Johanns des Blinden, ihre Hand im Spiel hatte, als ihr zweiter Ehegatte, der Wittelsbacher Markgraf Ludwig nahe dem bayerischen Dorf Zorneding plötzlich von einem Unwohlsein befallen wurde, vornüber vom Pferd stürzte und zu Tode kam?


A beim Wortchen huet missen zenséiert ginn… deemools konnt sech d'Wortchen nach esou eppes leeschten, haut kennen di spärlech Artikelen mol net kommentéiert ginn.

Volkszorn auf wort.lu gegen Monarchie


Die Boulevardisierung der Presse schreitet munter voran. Als hätte die großherzogliche Familie nicht schon genug unter den Anwürfen mancher Revolverjournalisten gelitten, entblödete sich das Internetforum von wort.lu nicht, neue Beschuldigungen und Gerüchte zu verbreiten.
Kaum war die überzeugende Erklärung der Staatsanwaltschaft veröffentlicht, da ließ das garstige Sensationsblatt Wortchen auf seinem sonst so biederen Internet-Forum dem Volkszorn freie Bahn. Am 23. Februar wurden dort nämlich „Vive d'Republik"-Rufe und wüste Beschimpfungen der Wortchen -Leserschaf t gegen die Dynastie geduldet, die sogar als „Sippschaft" verleumdet wurde, welche den Steuerzahler belaste.
wort.lu ging sogar soweit, die Namen von drei angeblich Verdächtigen in der Bommeleeer-Affare zu verbreiten und sie als Leute mit „homosexuellen Neigungen" denunzieren zu lassen.

Erst am 24. Februar, um 17.43 Uhr, rang sich der Internet-Moderator dann zur Klarstellung durch: „Die wor.lu-Redakton wird alle Beiträge löschen, die Verdächtige namentlich nennen >"
Es wurde aber auch ZEIT, denn die Jagdgesellschaft vom 9. Und 10 November – jener Zeitspanne, da das Attentat auf Findel stattfand – verlustierte sich im französischen Département Loir-et-Cher und nicht etwa in Brokeback Mountain USA
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »c23 y78« (26.11.2012, 06:11)


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